Früherer Abzug der britischen Streitkräfte fordert die Gütersloher Politik

Luftbild FlugplatzNach Mitteilung der Britischen Streitkräfte in Deutschland hat das britische Verteidigungsministerium am 5. März 2013 seine Absichten zur Umstationierung der britischen Streitkräfte in Deutschland bekannt gegeben. Danach soll die Princess-Royal-Kaserne an der Marienfelder Straße bis Ende 2016 aufgegeben werden. Die Manseigh-Kaserne an der Verler Straße wird nicht vor Ende 2017 geschlossen.
Die GRÜNEN sind froh, dass sich die Politik im nächsten Hauptausschuss am 11. März 2013 angesichts des jetzt feststehenden Zeitplans endlich mit dem von NRW.URBAN im Auftrag des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen erstellten Gutachtens zur „Definition einer Grobstruktur“ befasst. Die GRÜNEN hatten im letzten Planungsausschuss bereits kritisiert, dass das Gutachten zu der Princess-Royal-Kaserne offensichtlich mit der Stadt und der Bezirksregierung abgestimmt wurde, ohne die Politik in Gütersloh zu beteiligen. Dieses Verfahren passt nicht zu dem transparenten Prozess, der politisch verabredet war, meint Marco Mantovanelli, Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion und weiter, „Wir wollen eine künftige Nutzung, die innovativ ist, die in einem offenen Verfahren erarbeitet wird und die die Stadt als Ganzes voranbringt.“
Die GRÜNEN sind dabei, die Eckpunkte und Grundsätze für eine generelle Entwicklung auf dem Gelände an der Marienfelder Straße aus ihrer Sicht darzustellen. Das Konzept wird einen Schwerpunkt bei der Entwicklung von Erneuerbaren Energien, bei der Bestandssicherung für Flächen, die für Natur- und Artenschutz wichtig sind sowie für Gewerbeflächen bzw. einer gewerblichen Nutzung der vorhandenen Gebäude legen. Eine Wohnnutzung können sich die GRÜNEN an der Marienfelder Straße nicht vorstellen. Von großer Bedeutung wird es sein, auch Lösungen für die zukünftige verkehrliche Erschließung aufzuzeigen.
Berücksichtigen werden sie dabei auch die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung, die ebenfalls am nächsten Montag im Hauptausschuss diskutiert werden sollen.
„Jetzt müssen sich alle mit Hochdruck daran begeben, den Prozess weiter voranzutreiben, um die Struktur für die Nachnutzung der Flächen an der Marienfelder Straße schnell zu konkretisieren“, erklärt Wibke Brems, die als Landtagsabgeordnete der GRÜNEN von den konkreten Abzugsplänen der Briten unterrichtet wurde.

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