Gütersloh Erneuerbar: Anregungen aus dem Kreis Steinfurt

Die zweite Schwerpunktveranstaltung unserer Reihe  stand diesmal unter dem Motto “Mehr Erneuerbare – Chancen und Möglichkeiten, Der Kreis Steinfurt als Beispiel”. Ulrich Ahlke vom Agenda 21-Büro des Kreises Steinfurt im nördlichen Münsterland stellte das dortige Konzept zur Erreichung einer Energieautarkie bis zum Jahr 2050 vor.

Dieses Konzept sieht eine vollständige energetische Eigenversorgung des Kreises Steinfurt aus erneuerbaren Energien innerhalb von 40 Jahren vor. Dies wird zur Folge haben, dass die finanziellen Mittel, die derzeit noch zum Einkauf von Energie aus dem Gebiet des Kreises abfließen, dann vollständig im Kreis verbleiben  – nach vorsichtigen Schätzungen gegenwärtig 1,2 Milliarden Euro im Jahr.

Auf den Kreis Gütersloh übertragen: Etwa eine Milliarde Euro jährlich könnten bei kreisweiter Energieautarkie im Kreis verbleiben, in der Stadt Gütersloh etwa 300 Millionen Euro im Jahr. Doch dahin ist es ein weiter Weg und Ulrich Ahlke schilderte uns das umfassende Konzept des Kreis Steinfurt. Klar wurde, dass der finanzielle Anreiz durch Bürgerbeteiligung beispielsweise in Bürgerwindparks ein ganz entscheidender Faktor für den Erfolg und die Akzeptanz erneuerbarer Energien ist. Schon jetzt, lange vor der Erreichung einer vollständigen Eigenversorgung, profitieren die Kommunen durch die erneuerbaren Energie: Ein Windpark ist derzeit der größte Gewerbesteuerzahler auf dem Gebiet des Kreises Steinfurt.

In unserer nächsten Veranstaltung wollen wir die Anregungen aus den vorrangegangenen Veranstaltungen bündeln und gemeinsam einen Ratsantrag formulieren. Diese Veranstaltung wird am 21. November um 19:30 Uhr im Grünen Büro in der Böttchergasse 4 stattfinden.

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Klicken Sie hier, um die Präsentation “Zukunftskreis Steinfurt – energieautark 2050” in einem neuen Fenster zu öffnen.

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