Mülleuropameister

 

 „Deutschland ist Europas Spitzenreiter“, so begrüßte der Bundestagsabgeordnete Peter Meiwald, umweltpolitischer Sprecher der GRÜNEN Fraktion, die vielen Gäste in unserer GRÜNEN Geschäftsstelle. „Wir alle sind spitze darin, Müll zu produzieren, 617 Kilogramm pro Person im Jahr. Das schafft sonst kein Land in Europa“, sagte Meiwald.

Der Abgeordnete aus Oldenburg in Niedersachsen erklärte diese für Ressourcenschutz und Umwelt Umwelt verheerende Situation damit, dass das oberste Gebot der europäischen Abfallhierarchie, die Müllvermeidung, von der Bundesregierung links liegen gelassen wird und sie auch an der Idee eines ambitionierten Wertstoffgesetzes gescheitert ist: „Anstatt weniger Müll herzustellen, anstatt mehr Rohstoffe wieder zu verwerten, anstatt Abfall werkstofflich zu verwerten, ist allein die Menge des Verpackungsmülls seit 2009 um ein Drittel gestiegen. Das nenne ich politisches Versagen auf der ganzen Linie“.

Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe wurden in Deutschland in 2015 stündlich mehr als 300.000 Einwegbecher ausgetrunken und weggeworfen. Tendenz steigend. Meiwald schlägt vor, einen Mehrwegbecher zu nutzen: „Ein Pappbecher ist vermeintlich umweltfreundlich, doch sie sind kunststoffbeschichtet damit unsere Hände vor dem heißen Kaffee geschützt werden. Diese Becher sind so praktisch nicht zu recyceln. Für unsere Bequemlichkeit verschwenden wir in großem Stil wertvolle Ressourcen“. Einen Mehrwegbecher zu verwenden ist dabei nicht nur umweltschonend, sondern langfristig auch für die Verbraucher*innen finanziell günstiger, denn Einwegbecher und   Verpackungen bezahlen die Konsument*innen selbstverständlich mit. Zudem geben Anbieter zunehmend auch Rabatte bis zu 30 ct/Becher, wenn man seinen Becher selber mitbringt: „Das funktioniert schon in Freiburg, Hessen und anderswo. Vielleicht auch ein Projekt für die Gütersloher Gastronomie?“.

 

 

Bildunterschrift: v.l. Andreas Brems, Maik Steiner, Peter Meiwald, Wibke Brems

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