Grüne Fraktion beantragt Prüfung eines Leerstandskatasters zur Aktivierung von Wohnraum

Die Wohnraumversorgung mit bezahlbarem Wohnraum in Gütersloh bleibt angespannt. Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat dazu einen Antrag zur Einführung eines Leerstandskatasters in den Ausschuss für Planung, Bauen und Immobilien eingebracht. Die Verwaltung soll prüfen, inwiefern ein solches Leerstandskataster sukzessive aufgebaut werden kann, um leerstehenden Wohnraum systematisch zu erfassen.

„Ein Leerstandskataster könnte ein erster Schritt zur Mobilisierung von Wohnraum im Bestand sein“, erklärt Birgit Niemann-Hollatz, planungspolitische Sprecherin der Grünen „Nach der Identifizierung von leerstehendem Wohnraum können Eigentümer:innen informiert und unterstützt werden, diesen zu vermieten. Städte wie Karlsruhe konnten so bereits viele Wohnungen aus dem Bestand zur Vermietung aktivieren.“

„Die Wohnungsnot in Gütersloh ist seit Jahren ein drängendes Problem – und die Situation hat sich weiter verschärft“, sagt Gabriele Diekötter, Mitglied im Ausschuss für Planung, Bauen und Immobilien. „Neubau allein kann die Lücke nicht schließen, zumal die Baukosten enorm gestiegen sind und Fördermittel knapp bleiben. Hier müssen wir alle Hebel in Bewegung setzen, um bestehenden Wohnraum zu mobilisieren.“

Der Antrag knüpft an die Forderung der Gütersloher Armutskonferenz vom Februar 2023 mehr Wohnraum für Menschen mit geringerem Einkommen zu schaffen. Hier sei es bislang zu keiner Entspannung des Wohnungssektors gekommen. „Leerstand ist verschwendeter Wohnraum – und den können wir uns in Gütersloh schlicht nicht leisten“, fasst Diekötter zusammen.

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