Klimabeirat hat Güterslohs Weg zur Klimaneutralität entscheidend geprägt – GRÜNE fordern dauerhafte Einbindung der Zivilgesellschaft

Die Fridays-for-Future-Bewegung hat ab 2019 auch in Gütersloh den Ruf „Hört auf die Wissenschaft“ laut werden lassen. Als Reaktion wurde der zweite Gütersloher Klimabeirat (2020-2025) gegründet – als klimapolitische Denkfabrik, die Verwaltung und Politik berät und den Klimaschutz in der Öffentlichkeit stärkt. Am 14.11. wird im Rat erstmals über die Zukunft des Klimabeirats beraten.

„Wir GRÜNEN danken den 16 Mitgliedern und ihren Stellvertreter:innen herzlich für ihr großes Engagement“, äußert sich Dr. Martin Noack, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz. „Der Klimabeirat hat mit seinen Impulsen das Klimaschutzkonzept 2.0 entscheidend mitgeprägt.“

Das Klimaschutzkonzept legt den Weg der Stadt zur Klimaneutralität fest und umfasst 44 konkrete Maßnahmen, die nun umgesetzt werden müssen.

Dr. Noack erklärt: „Positiv ist: Der Fachbereich Klimaschutz ist wieder vollständig besetzt und arbeitet engagiert an zentralen Projekten wie dem klimaneutralen Konzern Stadt Gütersloh und der kommunalen Wärmeplanung. Hier passt der Vorschlag der Verwaltung, einen dritten Klimabeirat als anlassbezogenen Ratgeber bei Bedarf hinzuziehen zu können. Schwieriger bleibt, in der aktuellen Haushaltslage Mehrheiten für kurzfristig kostenintensive Maßnahmen zu gewinnen – auch wenn Nichthandeln langfristig teurer wird.“

Die GRÜNEN betonen die Bedeutung der Zivilgesellschaft, die eine immer wichtigere Rolle spielt. Daher schlagen sie vor, künftig eine:n Vertreter:in der Klimaschutzverbände als beratendes Mitglied in den Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz aufzunehmen – zusätzlich zu den bestehenden Umwelt- und Naturschutzverbänden. „So bleibt die Stimme der Klimaschutzexpert:innen auch in Zukunft direkt in die politische Arbeit eingebunden“, gibt Dr. Noack an.