GRÜNE fordern Transparenz zur Standortentscheidung für den Phasenschieber

Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erwartet vom Besuch des Übertragungsnetzbetreibers Amprion im Ausschuss für Planung, Bauen und Immobilien am kommenden Dienstag klare und nachvollziehbare Aussagen zur Begründung der Standortwahl für den geplanten Phasenschieber in Blankenhagen.

„Uns ist bewusst, dass der Phasenschieber zur Sicherung der Stromversorgung notwendig ist“, erklärt Birgit Niemann-Hollatz, planungspolitische Sprecherin der GRÜNEN. „Gerade deshalb erwarten wir eine transparente Darstellung der Entscheidungsgrundlagen für den Standort Blankenhagen.“

Die GRÜNEN fordern insbesondere Auskunft darüber,

  • welche Standortalternativen geprüft wurden,
  • nach welchen Kriterien die Bewertung erfolgt ist,
  • welche Umweltkartierungen durchgeführt wurden und
  • welche konkreten Maßnahmen zum Ausgleich und zur Minderung von Auswirkungen vorgesehen sind.

„Eine nachvollziehbare Abwägung ist Voraussetzung für Akzeptanz“, so Niemann-Hollatz. „Offene Fragen zu Umweltprüfung, Bewertungssystematik und Ausgleichsmaßnahmen müssen beantwortet werden.“

Darüber hinaus setzen sich die GRÜNEN für wirksame Maßnahmen zur Reduzierung möglicher Belastungen ein, insbesondere im Hinblick auf Lärmschutz und Sichtschutz. Außerdem sprechen sie sich für ein Planfeststellungsverfahren aus, um die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger rechtssicher und umfassend zu gewährleisten.

Sollte der Standort in Blankenhagen realisiert werden, halten die GRÜNEN es für angemessen, begleitende Maßnahmen zur Stärkung des Ortsteils zu prüfen. Denkbar wären infrastrukturelle Verbesserungen, die die langfristigen Auswirkungen des Vorhabens für die Anwohnerinnen und Anwohner abmildern.

„Versorgungssicherheit, Transparenz und faire Berücksichtigung der betroffenen Menschen gehören für uns zusammen“, betont Niemann-Hollatz.