Unsere Antwort auf den offenen Brief der Träger der freien Jugendhilfe in Gütersloh 21. Februar 202521. Februar 2025Anfang Februar erreichte uns der offene Brief der Träger der freien Jugendhilfe in Gütersloh mit dem Appell, keine Kürzungen der Haushaltsmittel für Kinder und Jugendliche vorzunehmen.Hier unsere Antwort auf den offenen Brief:Liebe Engagierte der Jugendhilfe,euer/ Ihr Appell trifft den Nagel auf den Kopf: Jugendarbeit sollte keine freiwillige Leistung, sondern eine essenzielle Investition in die Zukunft unserer Stadt sein! Die vorgeschlagenen Kürzungen sind hart – sie gefährden Jugendtreffs, Schulsozialarbeit, Streetwork und Partizipationsmöglichkeiten.Gerade nach den Belastungen der Pandemie und den aktuellen gesellschaftlichen Krisen und Unsicherheiten brauchen Kinder und Jugendliche mehr Unterstützung, nicht weniger. Die Streichung von Angeboten bedeutet nicht nur weniger Freizeitmöglichkeiten, sondern auch den Abbau sozialer Sicherheit, Beratung und Prävention. Wer jetzt spart, zahlt später den Preis in Form sozialer Folgekosten.Deshalb möchten wir zuerst Danke sagen. Danke, dass Sie und Ihre Mitstreiter:innen sich für die Interessen der Kinder und Jugendlichen einsetzen! Auch wir nehmen unsere politische Verantwortung für ihre Zukunft sehr ernst. Es ist erschütternd, dass die Bedürfnisse der Jüngsten strukturell benachteiligt werden und sie in einer Umgebung leben, die weder kindgerecht noch gerecht ist. Kinder und Jugendliche stehen heute vor gewaltigen Herausforderungen. Sie sind die erste Generation, deren Blick nach vorn düsterer ist als der Blick zurück. Und wir müssen in sie investieren, damit sie die Stärke und die Kompetenzen erlangen, ihre Zukunft bunt zu gestalten. Damit sie das können, müssen wir sie gerade jetzt, in diesen schwierigen Zeiten, in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit stellen. Denn sie sind unsere Hoffnung und unsere Zukunft. Und die Verantwortung für das Wohl unserer Kinder und Jugendlichen trägt die gesamte Gesellschaft. Als Grüne setzen wir uns dafür ein, die Jugendtreffs und Schulsozialarbeit zu erhalten, ausreichende Mittel für die freie Jugendhilfe zur Verfügung zu stellen und Partizipation zu ermöglichen. Denn aus unserer Sicht ist Jugendarbeit systemrelevant. Deswegen werden wir gemeinsam mit anderen Fraktionen und der Verwaltung nach Möglichkeiten für eine Lösung suchen. Die Haushaltslage in Gütersloh ist in der Tat dramatisch, wir sind alle aufgefordert, zu sparen und das in nie dagewesenem Ausmaß. Das wird sich in den kommenden Jahren voraussichtlich leider weiter so fortsetzen, das gehört zur Wahrheit dazu, der Druck wird weiter steigen.Wir versichern Ihnen: Wir setzen uns für ein kinder- und jugendgerechtes Gütersloh ein und werden alles uns Mögliche tun, damit die Einschnitte in der Jugendhilfe nicht so hart ausfallen, wie sie vorgeschlagen wurden. Uns ist bewusst, dass es immer schwieriger wird, die Interessen unserer Kinder zu schützen und zu vertreten. Denn schon heute sind Familien demographisch und demokratisch in der Minderheit, die Kinder und Jugendlichen sowieso.Mit freundlichen Grüßen,Ihre Grüne Ratsfraktion Gütersloh