GRÜNE fordern dauerhafte Einbindung der Klimaschutzverbände

In der konstituierenden Ratssitzung am Freitag werden BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN einen Antrag einbringen, der die Stimme der Klimaschutzverbände institutionell stärkt: Künftig soll ein:e Vertreter:in der lokalen Klimainitiativen als beratendes Mitglied in den Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz aufgenommen werden. „Die Zivilgesellschaft hat in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass Gütersloh auf dem Weg zur Klimaneutralität vorankommt – dieser Impuls darf nicht verloren gehen“, betont Dr. Martin Noack, Vorsitzender des Ausschusses. „Mit einem festen Sitz im Gremium sichern wir, dass Expertise und gesellschaftliche Perspektiven direkt in die politischen Entscheidungen einfließen.“

Parallel dazu hat die Verwaltung einen Prüfauftrag vorgeschlagen, wie ein zukünftiger Klimabeirat oder ein alternatives Beteiligungsformat aussehen könnte. Die GRÜNEN begrüßen diesen Schritt und fordern, dass dabei auch die Option eines interfraktionellen Arbeitskreises mit Mitwirkung der Verbände geprüft wird. „Es geht nicht um Symbolpolitik, sondern um wirksame Strukturen“, so Noack. „Ob Beirat, Arbeitskreis oder eine andere Form – entscheidend ist, dass die Prüfung rasch erfolgt und wir bereits in der nächsten Ausschusssitzung konkrete Vorschläge auf dem Tisch haben. Die Klimakrise wartet nicht.“

Hintergrund ist die anstehende Auflösung des aktuellen Klimabeirats (2020-2025), der als unabhängige Denkfabrik das Klimaschutzkonzept 2.0 entscheidend mitgeprägt hat. Während die GRÜNEN die wieder vollständige Besetzung des Fachbereichs Klimaschutz begrüßen, warnen sie vor einem Rückschritt in der Bürgerbeteiligung. „Klimaschutz gelingt nur gemeinsam – mit Verwaltung, Politik und Gesellschaft“, unterstreicht Noack. „Jetzt kommt es darauf an, die richtigen Weichen für die nächste Phase zu stellen und den Klimaschutz damit weiter zu stärken.“

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