TWE- Reaktivierung ist unerlässlich für die Verkehrswende und den Klimaschutz!

Pressemitteilung des Kreisverbandes und der Kreistagsfraktion:

Der Kreisverband und die Kreistagsfraktion der GRÜNEN stehen voller Überzeugung zur Reaktivierung der Teutoburger Wald-Eisenbahn zwischen Verl, Gütersloh und Harsewinkel. „Die Förderung des ÖPNV ist ein unverzichtbarer Gewinn für die Verkehrswende und den Klimaschutz!“ so Can Erdal, Kreisverbandsvorsitzender der GRÜNEN. „Eine Denkpause brauchen wir bei der TWE nicht. Vielmehr muss es zügig mit den Planungen weitergehen.“ Auch wenn sich die GRÜNEN eine Zufahrt in den Gütersloher Hauptbahnhof wünschen würden, heißt es nicht, dass das Projekt jetzt eingestellt werden soll. „Der Schienenverkehr hat es gerade schwer genug. Wir müssen alles tun, um den ÖPNV attraktiv zu halten und auch neuen Fahrgästen Angebote zu machen“, so Can Erdal.

Die GRÜNEN verweisen darauf, dass die Strecke Teil der Zielnetzplanung für das S-Bahn-Konzept OWL ist und der Antrag auf Planfeststellung bereits im März 2024 gestellt wurde. In einer aktuellen Machbarkeitsstudie für die erweiterte Strecke von Versmold über Harsewinkel, Gütersloh und Verl bis nach Hövelhof wurde ein Kosten-Nutzen-Faktor von 3,5 (30-Minuten-Takt mit Durchbindung im Bahnhof Gütersloh) und 2,2 (30-Minuten-Takt ohne Durchbindung im Bahnhof Gütersloh) ermittelt. 3,5 ist damit der höchste Faktor, der im Rahmen von Schienenausbaumaßnahmen je ermittelt wurde. Dieser Faktor muss über 1 liegen, damit die Voraussetzungen für eine Reaktivierung und eine Bewilligung der Mittel gegeben sind. Angesichts dieser Ergebnisse ist auch für die Strecke von Harsewinkel bis Verl ein Wert deutlich über 1 zu erwarten.

Derzeit wird für den aktuell für die Reaktivierung vorgesehenen Abschnitt zwischen Harsewinkel und Verl eine neue standardisierte Bewertung anhand aktueller Zahlen im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Analyse vorgenommen. Sie soll im Sommer 2025 vorliegen. Dort wird der gesamtgesellschaftliche Nutzen den Kosten gegenübergestellt und bewertet. Derzeit besagen Prognosen, dass sechs Millionen gefahren Auto-km pro Jahr durch die TWE eingespart werden können. „Wir sind optimistisch, dass sich auch bei dieser erneuten Analyse zeigen wird, wie groß das Potential dieser Eisenbahnverbindung ist und wie hoch der Nutzen und der Gewinn für die Bürgerinnen und Bürger dadurch sind. Wir werden weiter für die TWE kämpfen,“ fasst Birgit Niemann-Hollatz, Vorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion zusammen.