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14Jul

Bielefeld ist bunt und weltoffen – Kundgebung am 20.7.

Flyer_bunt_BI_20.7.15.inddFür Montag, 20.7. hat Pegida OWL eine Demo ab dem Bielefelder Hauptbahnhof angemeldet. Das Bielefelder Bündnis gegen Rechts hat eine alternative Veranstaltung organisiert. Sie wollen zeigen, Bielefeld ist und bleibt bunt und weltoffen! Wir sind dabei, Du auch? Solltest Du nicht alleine dort hinfahren wollen, so schreib uns eine Mail. info@gruene-guetersloh.de

26Jun

"Kultur ist der Kitt der Gesellschaft"

WebereibogenUnser Kulturausschussvorsitzender Hans-Peter Rosenthal war zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel “Entwicklung und Vielfalt. Hier. In Gütersloh.“ eingeladen.
Zusammen mit Matthias Trepper (SPD), Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) und dem Weberei-Geschäftsführer Steffen Böning waren unterschiedliche Akteure aus dem Kulturbereich zur Diskussion in die Weberei eingeladen.   
In ihrem Einführungsvortrag erläuterte Ministerin Schäfer das Ende 2014 im Landtag verabschiedete Kulturfördergesetz: „Dies ist das erste Gesetz dieser Art in Deutschland und es unterstreicht den Stellenwert von Kunst und Kultur für unser Land.“ In dem Gesetz werden neben Aspekten der kulturellen Bildung und der Digitalisierung von Kultur vor allem Vereinfachungen für Förderungen festgelegt. „Uns ist wichtig, Freiräume zur Entfaltung für Kunst und Kultur zu ermöglichen, auch für bildende Kunst – unabhängig von der Unterstützung und dem damit verbundenen Einfluss von Mäzenen“, so Ministerin Schäfer. Auch abseits der Ballungsregionen seien in den letzten Jahren kulturelle Leuchttürme entstanden. Formate wie „Wege durch das Land“ oder „Tanz OWL“ seien über die Landesgrenzen hinaus bekannt und bewundert. Hier zeige sich eine „Renaissance der interkommunalen Zusammenarbeit“. 
Matthias Trepper wies darauf hin, dass ab Herbst der Prozess zur Aufstellung eines Kulturentwicklungsplanes in Gütersloh anstehe. „Kultur ist ein lebendiges Objekt, über acht Monate soll sie im Mittelpunkt der Diskussionen stehen“, so Trepper. In Gütersloh gebe es zahlreiche Vereine, Initiativen und Künstler, die sich mit großem Engagement in die Kulturlandschaft einbringen. „Der Prozess zum Kulturentwicklungsplan soll auch Leute zusammenbringen, neue Projekte und Ideen entstehen lassen“, erklärt Trepper.
Hans-Peter Rosenthal ergänzt: „Der Prozess für sich ist bereits ein Ergebnis. Wir müssen dahin kommen, dass die Kommune nicht mehr nur Bittsteller, sondern Partner in der Kulturförderung ist.“ Für die Situation in Gütersloh ist Rosenthal dankbar und froh: „Um Kultur bürgerorientiert, aber nicht nur entsprechend der Nachfrage anbieten zu können, sind Freiräume nötig, wir sind aber auch auf Mäzene angewiesen.“ „Hier wird viel Unterstützung geleistet, gleichzeitig halten sich Sponsoren und Förderer inhaltlich sehr stark zurück“, bestätigte Moderator Thorsten Wagner eine im Vergleich zum Landesbild gegenläufige Entwicklung. 
Und wie schätzt mit Steffen Böning ein Kulturveranstalter das neue Landesgesetz ein? „Es kommt mir oft vor wie ein zahnloser Tiger, wenn man die Fördersummen des Gesetzes betrachtet. Allerdings ist es immerhin ein Tiger“, so der Weberei-Geschäftsführer. „Wir werben für mehr Verständnis für Soziokultur und leben hier in der Weberei bereits Vielfalt vor“, zeigte Steffen Böning auf, was möglicherweise von seiner Seite aus in den Prozess mit eingebracht werden kann. Matthias Trepper stimmt dem zu: „Es ist wichtig, dass wir einen solchen Plan nicht im stillen Kämmerlein im Kulturausschuss beraten. Wir brauchen die, die von außen draufschauen, genauso wie die, die sich von innen einbringen. Dabei sollen im Vorfeld keine großen Leitplanken aufgebaut werden, gerade am Beginn des Prozesses sind auch mal verrückte Ideen gefragt.“ Und Rosenthal ergänzt: „Wir werden hinterher ein anderes Bild von Kultur in Gütersloh haben. Und vielleicht darf es uns dann auch mehr kosten als es bisher tut.“ 
Auch Kritik am Gütersloher Theater wurde im Rahmen der Diskussion geäußert. „Nur für Reiche“ und „nicht für alle offen“ hieß es da vereinzelt. Doch dies konnte Intendant Christian Schäfer, der mit im Publikum saß, entkräften: „Für Stadtpassinhaber haben wir eine 50-prozentige Ermäßigung – und bieten an der Abendkasse sogar Karten für 6 Euro an. Für Schülerinnen und Schüler gibt es die Schultheatertage im Theater. Wir öffnen uns sehr stark, das ist uns wichtig.“ Und bezogen auf die Weberei merkte er an: „Hier wird tolle Arbeit geleistet. Eine höhere Förderung wäre nur richtig – ohne dabei die verschiedenen Kulturangebote gegeneinander auszuspielen.“
„Und wie kann man Kultur nun definieren?“ fragte Moderator Thorsten Wagner am Ende der Diskussion. Eine knappe, allumfassende Definition konnte und wollte nicht geliefert werden. Man einigte sich aber auf das Wesentliche: „Kultur ist der Kitt der Gesellschaft.“  

Podium

Fotos und Text hat uns freundlicherweise der SPD Stadtverband Gütersloh zur Verfügung gestellt.

24Jun

Mitgliederausflug trotz Regenwetters ein voller Erfolg

RSCN8219Wir, der GRÜNE Ortsverband, haben im Rahmen unseres Sommerausflugs am vergangenen Sonntag Bad Laer besucht. Dazu haben wir unsere Mitglieder und deren Familien eingeladen. Gemeinsam fuhren wir mit dem Panoramawagen der Osning-Bahn, der dieses Jahr an insgesamt zehn Wochenendterminen von Gütersloh ausgehend auf der Teutoburger Wald-Eisenbahn pendelt.
Schon seit längerem setzen wir uns aktiv für die Reaktivierung des Personenzugverkehrs und den dauerhaften Erhalt der TWE-Strecke ein. Die Mitglieder bekamen so einen Eindruck über den Verlauf der Strecke. Viele Mitfahrende fuhren die Strecke zum ersten Mal. Sie genossen die entspannte Fahrt und waren von der Schönheit der Landschaft beeindruckt. Nach einer kleinen Stadtführung durch den Kurpark von Bad Laer hatten wir noch die Gelegenheit über den Mittelaltermarkt zu schlendern, bevor es gegen Abend wieder zurück Richtung Gütersloh ging.

Hier kann der Fahrplan 2015 der Teutoburger Wald-Eisenbahn eingesehen werden.

07Jun

Ist die Wiese am Nottebrocksweg noch zu retten?

Niemann-Hollatz BirgitDie GRÜNEN der Gütersloher Ratsfraktion und der Kreistagsfraktion haben eine Reihe von Fragen in Bezug auf die illegale Müllentsorgung auf einer Wiese am Nottebrocksweg.
Wir fordern umfassende Informationen über den Zustand von Boden, Grundwasser und Schlangenbach: Welche Folgen hat die nicht genehmigte Zwischenlagerung von verunreinigtem Kompost für die ökologisch wertvolle Wiese und lässt sich der ursprüngliche Zustand überhaupt wieder herstellen? Wie hoch sind die Kosten für die Untersuchungen, die ordnungsgemäße Entsorgung und die Wiederherstellung der Wiese? Wer trägt die Kosten? Welche Schritte werden eingeleitet und für erforderlich gehalten, um zukünftig einen derartigen Umgang mit Abfall bzw. Altlasten von der Konversionsfläche zu verhindern? 

Birgit Niemann-Hollatz, Fraktionssprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion: „Die Gütersloher*innen haben ein Recht drauf zu erfahren, wie es zu der Zerstörung der wertvollen Wiese kommen konnte und was die Verwaltung in dieser Sache bereits unternommen hat und weiterhin plant zu tun. Deswegen haben wir unsere umfangreichen Fragen an die jeweiligen Ausschüsse gestellt.“

27Mai

Kita-Beiträge sollen nicht im städtischen Haushalt versickern

20130728_130237Die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, CDU und SPD sind sich einig, dass die während des Streiks der Erzieherinnen und Erzieher in den städtischen Kindertageseinrichtungen eingenommenen Beiträge nicht im städtischen Haushalt untergehen dürfen.

Wir werden mit den Eltern in Form des Jugendamtselternbeirates als auch mit der Verwaltung gemeinsam einen Weg suchen, wie mit diesen Beiträgen umgegangen werden soll. Wir werden dabei ergebnisoffen prüfen, ob es zu einer Beitragserstattung kommen soll, ob das Geld für Verbesserungen in den Kitas (z. B. für Investitionen in Spielgeräte, die sonst nicht erfolgen würden) verwendet wird oder ob es zu einer Kombination aus beiden Möglichkeiten kommt. Die Entscheidung darüber treffen dann der Jugendhilfeausschuss und anschließend der Rat.

Grundsätzlich gilt es, zwischen den Kita-Gebühren und den Beiträgen zur Mittagsverpflegung zu unterscheiden. Für letztere erfolgt seitens der Verwaltung eine taggenaue Abrechnung. Zu viel erhobene Kosten für Mittagsverpflegung werden unaufgefordert, also ohne gesonderte Antragstellung, erstattet. Diese Zusage wurde seitens der Stadtverwaltung bereits gemacht.

Hinsichtlich der Elternbeiträge besteht für die Eltern demgegenüber kein Rechtsanspruch auf eine Gebührenerstattung. Gleichwohl stimmen die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, CDU und SPD darin überein, dass Zahlungen der Eltern für die Dauer der Streiktage den Eltern auf freiwilliger Basis zu erstatten sind oder den Kindern in den Tageseinrichtungen zugutekommen müssen. Eine Vereinnahmung von Beiträgen ohne das Erbringen einer Gegenleistung halten wir für falsch. Dieses gilt für die Eltern aller Kinder, die sich eigenständig um Alternativen gekümmert haben. Demgegenüber halten wir die Erhebung von Beiträgen für Kinder, die im Rahmen der Notfallbetreuung betreut werden, für gerechtfertigt.

Es besteht unseres Erachtens jedoch keine Notwendigkeit zu Schnellschüssen, sondern es bedarf einer sachlichen Diskussion aller Beteiligten, um eine möglichst gerechte, aber auch pragmatische Lösung auf breiter Basis zu ermöglichen. Den Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, CDU und SPD ist wichtig, den Eltern frühzeitig das Signal zu geben, gemeinsam eine Regelung für die Elternbeiträge während der Streiktage zu finden. “Wir sind zuversichtlich, eine dafür erforderliche politische Mehrheit sowohl im Jugendhilfeausschuss als auch anschließend im Rat bilden zu können“, so die jugendpolitischen Sprecher der Fraktionen.

Der Streik der Erzieherinnen und Erzieher ist ein legitimes Mittel, in Tarifverhandlungen eigenen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Insofern trifft die Erzieherinnen und Erzieher in den städtischen Einrichtungen keine Schuld daran, dass für Eltern die Notwendigkeit entstanden ist, während des Streiks alternative Betreuungsmöglichkeiten zu finden. Die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, CDU und SPD danken an dieser Stelle neben allen anderen, die sich ersatzweise an der Betreuung der Kinder beteiligt haben, ganz besonders auch der Verwaltung, die kurzfristig und mit viel Engagement eine Notfallbetreuung organisiert hat. Dabei ist uns klar, dass eine Notfallbetreuung immer nur ein Provisorium ist und nicht den Standard des Normalbetriebs in einer Kita erreichen kann.

15Mai

Kultur ist für alle da – NRW-GRÜNE besuchen die Weberei, soziokulturelles Zentrum in Gütersloh

Weberei-Besuch_onlineIm Rahmen der „Vielfaltstour" der Grünen NRW besuchten heute der Landesvorsitzende Sven Lehmann sowie Wibke Brems MdL und Birgit Niemann-Hollatz (Fraktionssprecherin der Grünen Gütersloh), Marco Mantovanelli (Fraktionsmitglied der Grünen Gütersloh und Mitglied im Kulturausschuss), Lisa Griesmeyer (Sprecherin des Kreisverbands Gütersloh) und Can Erdal (Grüne NRW) die Weberei in Gütersloh. Unter dem Motto „Kultur im Bürgerkiez“ bietet das soziokulturelle Zentrum ein abwechslungsreiches Kurs- und Kulturprogramm an. Dabei werden gesellschaftliche Randgruppen ausdrücklich eingeschlossen.

Dazu erklärt Birgit Niemann-Hollatz: „Wir sind froh, die Weberei bei uns in Gütersloh zu haben. Denn sie ist mehr als eine Möglichkeit, seine Freizeit zu verbringen: Sie ist ein Ort der Begegnung, an der die unterschiedlichsten Menschen miteinander in Kontakt kommen. Damit bietet sie einen Raum, innerhalb dessen gesellschaftliche Vielfalt erst stattfinden kann.“

Auch Sven Lehmann, Landesvorsitzender der Grünen NRW, zeigte sich von der Weberei beeindruckt: „Kultur spielt für die Gestaltung gesellschaftlicher Vielfalt eine zentrale Rolle. Sie führt Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Orientierung und Wertvorstellungen zusammen und hilft dabei, neue Perspektiven zu gewinnen. Mit ihren Angeboten etwa für Schwule und Lesben oder Menschen mit Behinderung setzt die Weberei ein wichtiges Signal: Ihr gehört zu uns, in die Mitte der Gesellschaft. Diese Haltung ist Voraussetzung für eine solidarische Gemeinschaft, an der alle Menschen teilhaben können. Ich wünsche der Weberei auch in Zukunft viel Erfolg bei ihrer wertvollen Arbeit!"

Zum Hintergrund:

Vielfalt ist die Stärke NRWs. Aus diesem Grund besuchen die Landesvorsitzenden der GRÜNEN NRW, Mona Neubaur und Sven Lehman, im Mai landesweit verschiedene Initiativen, Sportvereine und Einrichtungen, die sich durch unter anderem das vorbildliche Miteinander verschiedener gesellschaftlicher Gruppen auszeichnen. Weitere Informationen zur Vielfaltstour erhalten Sie unter:

http://www.gruene.lv/vielfaltnrw

Auch beim Parteitag der Grünen NRW in Bielefeld (30./31. Mai) steht das Thema Vielfalt auf der Tagesordnung:

http://bielefeld2015.gruene-ldk.de/programm/

12Mai

GRÜNE sind für Transparenz und Beteiligung

Niemann-Hollatz Birgit (3397) 23-03-14Für die GRÜNE Ratsfraktion sind Transparenz, Beteiligung und offene Diskussionen wichtige Bestandteile ihrer Ratspolitik. „Trotzdem gibt es Themen die nichtöffentlich beraten werden müssen, weil Persönlichkeitsrechte oder wirtschaftliche Interessen Dritter betroffen sind“, vertritt Birgit Niemann-Hollatz im Namen ihrer Fraktion eine klare Position. „Das hat nichts mit Geheimniskrämerei zu tun. Bei manchen Sachverhalten könnte durch eine Beratung in öffentlichen Sitzungsteilen für Dritte oder die Stadt selbst ein Schaden entstehen. Das soll und darf nicht passieren.“

Trotz dieser wichtigen Schutzfunktion müsse andererseits stets das Interesse der Öffentlichkeit bedacht werden, so die GRÜNEN. Deshalb sei die Messlatte für die Beratung "im Geheimen" eng anzulegen, denn bei allem Verantwortungsbewusstsein für den Schutz von Daten und Interessen aller Art sei es wichtig, grundsätzlich Themen offen zu diskutieren und Entscheidungen transparent zu machen. Bei aller berechtigter Kritik, wenn nichtöffentliche Informationen weitergegeben werden, sei jedoch die Pressefreiheit hochzuhalten. Dass die Presse erhaltene Informationen veröffentlicht, sei ihr gutes Recht und läge in ihrer eigenen Verantwortung, betonen die GRÜNEN.

„Wie bisher, plädieren wir dafür, in jedem Einzelfall zu überprüfen, ob Punkte im nichtöffentlichen Teil beraten werden müssen. In jedem Fall muss verantwortungsvoll abgewogen werden“, betonen die GRÜNEN. Im aktuellen Fall war der nichtöffentlichen Beratung eines Verhandlungsergebnisses bei der Beteiligung an einem Windpark Vorrang zu gewähren. Dies widerspricht keinesfalls der notwendigen öffentlichen Debatte um die weitere Nutzung der Windenergie in der Region.

Wir beziehen uns auf die Berichterstattung der Neuen Westfälischen am 12.05.

Rat pocht auf Strafanzeige

Hitzige Diskussion nach Bericht über nichtöffentliche Unterlagen zum Bau eines neuen Windparks / Wer war der Informant?

Gütersloh (raho). Die Tagesordnung für die jüngste Ratssitzung bot zwar kaum Zündstoff. Jedoch ging es im nichtöffentlichen Teil plötzlich hoch her. Die Diskussion hatte sich an der Berichterstattung über den geplanten Windpark an der A 2 entzündet. So hatte die Neue Westfälische am Sitzungstag unter der Überschrift "Neuer Windpark verspricht solide Finanzen" aus einer nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Vorlage zitiert.
Das gefiel weder den beteiligten Stadtwerken noch den Politikern. Die Aufregung ist inzwischen so groß, dass die Christine Lang von der NW offiziell verlangt, zu erklären, dass die Information nicht aus einem persönlichen Gespräch mit der Redaktion stammen, sondern aus schriftlichen Unterlagen.
Am Ende der Debatte votierte der Rat einstimmig dafür, bei der Polizei Anzeige zu erstatten – offenbar wegen Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht. Auf diesem Weg soll herausgefunden werden, wer die vertraulichen Unterlagen an die NW weitergegeben hat.
Entsprechende Informationen über den Verlauf der Diskussion bestätigte die Stadt nicht. So ließ die zuständige Erste Beigeordnete lediglich ausrichten, sie äußere sich grundsätzlich nicht zu nichtöffentlichen Sitzungen. Gleichlautend die Aussage des Chefs des Büro des Rates und der Bürgermeisterin, Dr. Markus Kremer. Lang soll den Politikern mitgeteilt haben, dass der Stadt ein finanzieller Schaden in Höhe von 1,9 Millionen Euro entstehe, sollte der Vertragsabschluss wegen der Berichterstattung nicht zustande kommen.
Dem Vernehmen nach hat sich vor allem die CDU für eine Strafanzeige stark gemacht. Während die Verwaltung selbst entscheiden wollte, wie sie mit der Causa Windpark umgeht, pochte insbesondere der seit der Personal-Panne bei der Sparkasse angeschlagene Finanzausschuss- und Verwaltungsratsvorsitzende Markus Kottmann auf einer Abstimmung. Der Jurist hatte kurz zuvor wohl den Unmut des beteiligten Windkraftanlagenherstellers Enercon über den Zeitungsbericht am Telefon zu spüren bekommen.
Im Verlauf der Diskussion war auch darüber laut gerätselt worden, ob der Informant aus den eigenen politischen Reihen kommt, von Seiten der Stadtwerke, aus der Stadtverwaltung oder vielleicht auch aus Rheda-Wiedenbrück. Dort war das Thema Windpark Gegenstand mehrerer – öffentlicher – Sitzungen. Vermutlich dürfte die Vorlage an insgesamt rund 100 Personen verschickt worden sein.
Außerdem besteht für Mandatsträger über das elektronische Ratsinformationssystem Zugriff auf die Unterlagen. Gleich nach der Ratssitzung hatte die Verwaltung versucht nachzuvollziehen, wer in jüngster Zeit via Internet nichtöffentliche Unterlagen per Computer aufgerufen hat. Da dies jedoch gescheitert ist, soll nun der Spezialist und kommunale Dienstleister Regio IT die Daten auswerten – und die Justiz ermitteln.

 

Kommentar: Anzeige gegen Unbekannt

Rat erweist sich Bärendienst

RAINER HOLZKAMP
Noch bevor der Staatsanwalt die Ermittlungen aufgenommen hat, ist klar, wie das Verfahren wegen der vom Rat beschlossenen Strafanzeige enden wird: wie das Hornberger Schießen. Der Kreis der potenziellen "Täter" ist viel zu groß, um herauszufinden, wer die nichtöffentlichen Unterlagen zum geplanten Bau eines Windparks an der A 2 an die NW weitergegeben hat.
Schon vor elf Jahren wurde ein ähnliches Verfahren ergebnislos eingestellt. Damals ging es um ein Krankenhausgutachten, das trotz des Siegels "nicht öffentlich", in Berichterstattung der Presse auftauchte. Und auch damals entschieden sich die Politiker für eine Strafanzeige.
Der Rat hätte jetzt gut daran getan, sich an den Fall von 2004 zu erinnern, und zwar vor der Abstimmung in – nebenbei bemerkt – nicht öffentlicher Sitzung. Denn damals ließ die Staatsanwaltschaft Zweifel erkennen, ob überhaupt ein öffentliches Interesse an einer Verfolgung bestehe.
Das ist jetzt nicht anders. Aber leider scheint in Rat und Verwaltung weiterhin ein merkwürdiges Selbstverständnis ausgeprägt zu sein: Herrschaftswissen um jeden Preis zu bewahren, selbst wenn dies das genaue Gegenteil dessen darstellt, wofür dieselben Mandats- und Funktionsträger immer plädieren: mehr Transparenz bei der politischen Entscheidungsfindung.
Im Fall Windpark müsste größtmögliche Transparenz und ein öffentlicher Diskurs geradezu selbstverständlich sein. Denn das Vorhaben berührt öffentliche Belange – Stadtbild, Anwohnerinteressen, und nicht zuletzt das Wohl des kommunalen Unternehmens Stadtwerke. Wer glaubt, Kommunalpolitik mit Geheimniskrämerei betreiben zu können, verspielt das Vertrauen derjenigen, die überhaupt noch zur Wahl gehen. Insofern wird sich der Rat mit der Strafanzeige einen Bärendienst erweisen.
04Mai

GRÜNE Gütersloh präsentieren: 10 Milliarden–wie werden wir alle satt?

10MILLIARDEN_Plakat_A4_RGB_1400Die GRÜNEN Gütersloh sind Partner des bambikinos Gütersloh bei Film von Valentin Thurn 10 Milliarden–wie werden wir alle satt?

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf zehn Milliarden Menschen anwachsen. Doch wo soll die Nahrung für alle herkommen? Kann man Fleisch künstlich herstellen? Sind Insekten die neue Proteinquelle? Oder baut jeder bald seine eigene Nahrung an?
Regisseur, Bestseller-Autor und Food-Fighter Valentin Thurn sucht weltweit nach Lösungen. Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie wir verhindern können, dass die Menschheit durch die hemmungslose Ausbeutung knapper Ressourcen die Grundlage für ihre Ernährung zerstört, erkundet er die wichtigsten Grundlagen der Lebensmittelproduktion. Er spricht mit Machern aus den gegnerischen Lagern der industriellen und der bäuerlichen Landwirtschaft, trifft Biobauern und Nahrungsmittelspekulanten, besucht Laborgärten und Fleischfabriken.
Ohne Anklage, aber mit Gespür für Verantwortung und Handlungsbedarf macht der Film klar, dass es nicht weitergehen kann wie bisher. Aber wir können etwas verändern. Wenn wir es wollen!
10 Milliarden

Am 15. Mai läuft der Film um 20 Uhr im bambi. An diesem Abend wird der Sprecher für Landwirtschaft der Grünen Landtagsfraktion NRW Norwich Rüße anwesend sein und für Informationen und Diskussion zur Verfügung stehen.

29Apr

Pflanzentauschbörse am GRÜNEN Büro

DSCF0077Am kommenden Samstag, 2. Mai veranstalten wir von 13 – 16 Uhr einen Tag der offenen Tür mit einer Pflanzentauschbörse. Dazu sind alle unsere Mitglieder und Interessierte herzlich eingeladen.

Welcher Hobbygärtner kennt das nicht: Da wurden mehr Pflanzen angezogen,  als tatsächlich Platz im Garten vorhanden ist. Am GRÜNEN Büro in der Böttchergasse 4 kann jeder seine zu viel angezogenen Pflanzen mit anderen tauschen oder abgeben. Alle Pflanzen, die am Ende des Tages noch übrig sind, werden wir dem Kopernikus Kindergarten am Brockweg spenden.

Zudem gibt es eine Sonnenblumenpflanzaktion mit der Möglichkeit einer Patenschaft. Außerdem informieren unsere Ratsmitglieder und Sachkundigen Bürger*innen über torffreie Blumenerde, backen für Euch Waffeln und stehen für Gespräche zur Verfügung.

29Apr

Entscheidung über W-Lan-Versorgung wurde vertagt

Die Glocke, 28.04.2015

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