Landesregierung muss für Elektrifizierung der Bahnstrecken im Kreis Gütersloh sorgen

Dieselmotoren belasten die Luft u. a. mit Stickoxiden und Feinstaub. Zahlreiche Bahnstrecken in NRW sind dennoch nicht oder nur teilweise elektrifiziert und werden weiterhin von Schienenfahrzeugen mit Dieselantrieb befahren. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine aktuelle Kleine Anfrage der Grünen Landtagsfraktion hervor. Dazu gehören auch die Strecken „Haller Willem“, „Sennebahn“ und „Der Warendorfer“, die den Kreis Gütersloh berühren.

Hierzu erklärt Wibke Brems, Grüne Landtagsabgeordnete aus Gütersloh und Expertin für Klimaschutz und Energiepolitik:

„Der Umstieg von Diesel auf elektrischen Antrieb würde dazu beitragen, die Schadstoffbelastung entlang der Bahntrassen zu senken. In einem ersten Schritt müssen Land und Bund dafür sorgen, dass die Bahnstrecken für Elektroantriebe umgerüstet werden. So kann in einem nächsten Schritt in Streckenausschreibungen dafür gesorgt werden, dass nur noch sauberere, elektrisch betriebene Schienenfahrzeuge eingesetzt werden dürfen.

Es ist absurd, dass Dieselfahrzeuge auch noch auf bereits elektrifizierten Strecken rollen, wie „Der Warendorfer“ im Abschnitt zwischen Bielefeld und Rheda-Wiedenbrück. Auch können elektrisch angetriebene Bahnen mit ihrem gegenüber dieselgetriebenen Bahnen besseren Beschleunigungsvermögen Verspätungen leichter auf der Strecke wieder einholen. Somit werden diese Bahnstrecken attraktiver für die Nutzerinnen und Nutzer und zu einer Alternative zum Ausbau von Straßen.“

 

Ergänzende Informationen:

Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage:

Wie unterstützt die Landesregierung die Elektrifizierung der Bahnstrecken in Nordrhein-Westfalen?

Strecken im Kreis Gütersloh, die mit Diesel betriebenen Loks befahren werden:

„Haller Willem“: Bielefeld – Halle (Westf.) – Osnabrück

„Sennebahn“: Bielefeld – Schloß Holte-Stukenbrock – Paderborn

„Der Warendorfer“: Bielefeld – Rheda-Wiedenbrück – Warendorf – Münster

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