11. 04. 2011: PM 110411 Protest gegen Tiere im Zirkus
Protest gegen Tiere im Zirkus
Wer am Samstagnachmittag den Zirkus Renz besucht hat, kam in den Genuss einer besonderen Vorführung – im Freien, vor dem Zelt. Insbesondere gab es dabei das zu sehen, was im Zirkus selbst von Kunststücken und Glanz überdeckt wird: Stereotype Verhaltensmuster der Tiere, wie z.B. das monotone Hin-und-Her-Schwenken der Köpfe und das „Tigern“ von einer Ecke zur anderen. “Obgleich bekannt, machen sich nur wenige Zirkusbesucher klar, woher diese Verhaltensauffälligkeiten kommen“, erläutert Jasmin Allouch, Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen Stadt Gütersloh: „Sie sind Zeichen erheblicher psychischer Schäden der Tiere, entstanden durch Kettenhaltung oder Enge im Käfig, ungenügende Sozialkontakte und weitere unwürdige Bedingungen, wie sie in jedem Zirkus herrschen, der Tiere zu Sklaven der Unterhaltung für die Menschen macht.“ Die permanente Gefangenschaft, fragwürdige Dressurmethoden und artuntypische Kunststücke ziehen bei den Zirkustieren zudem auch eine Reihe körperlicher Schäden nach sich, es kann u.a. zu selbstverletzendem Verhalten kommen.
Auf diese Problematik haben als Tiere verkleidete Aktivisten des regionalen Bündnisses für Zirkus ohne Tierleid symbolisch aufmerksam gemacht. Die von ihnen dargestellten Leiden der Tiere sind jedoch die Realität in Zirkusbetrieben.
„Viele Eltern glauben, dass sie ihren Kindern mit einem Zirkusbesuch etwas Gutes tun“, so Simon Anhut vom Verein „Die Tierfreunde e.V.“. „Wir möchten dazu aufrufen zu hinterfragen, ob die falsche Vorstellung vom Verhalten der Tiere und die Legiti-mierung der Unterdrückung anderer Lebewesen zum Spaß, welche ein Tierzirkus vermittelt, etwas Gutes und Richtiges für Kinder oder irgendjemanden sein kann.“.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Mithilfe gibt es unter www.zirkus-ohne-tierleid.de











